Mein Name ist Lorena Meier.
Vor sechs Monaten dachte ich, ich wäre die schlechteste Hundebesitzerin der Welt.
Ich lebe in Freiburg mit meinem 12-jährigen Mischling Max. Er war mein treuer Begleiter, nachdem meine Kinder ausgezogen waren.
Aber dann fing es an.
Erst nur gelegentlich. Eine kleine Pfütze hier, ein Malheur dort.
"Er wird alt," sagte ich mir. "Das gehört wohl dazu."
Doch innerhalb von drei Monaten wurde aus "gelegentlich" ein täglicher Alptraum.
Morgens. Mittags. Nachts um 3 Uhr.
Egal wie oft ich mit Max Gassi ging – sobald er wieder drin war, passierte es.
Mein Teppich? Ruiniert.
Mein Sofa? Musste professionell gereinigt werden – zweimal.
Meine Wohnung? Sie roch trotz allem, was ich versuchte.
Die monatlichen Kosten explodierten:
- € 45 für Wegwerf-Welpenpads (die Max einfach ignorierte)
- € 45 für spezielle Reinigungsmittel
- € 30 für Geruchsneutralisierer (die nie wirklich funktionierten)
- € 20 für diverse "Wundermittel" aus der Zoohandlung
Aber das Schlimmste war nicht das Geld.
Das Schlimmste war die Scham.
Ich sagte Besuche von Freunden ab.
Meine Tochter wollte mit ihren Kindern vorbeikommen – ich erfand eine Ausrede.
Ich schämte mich so sehr, dass ich nachts wach lag und weinte.